Wenn Sie OXID headless betreiben wollen, stehen zwei realistische Wege im Raum: ein Custom Build mit Next.js, Nuxt oder Vue Storefront und dem OXID GraphQL StoreFront-Modul, oder eine Frontend Management Platform wie Laioutr.
Beide funktionieren mit OXID. Beide nutzen das offizielle GraphQL StoreFront-Modul. Beide sind echtes Headless. Aber sie sind für unterschiedliche Team-Setups gebaut, und genau deshalb ist die Entscheidung eine strategische, nicht eine technische.
Dieser Beitrag schaut sich die beiden Optionen entlang sechs Dimensionen an.
Custom Build mit OXID GraphQL StoreFront bedeutet: das offizielle Headless-Modul von OXID plus ein eigenes Frontend, gebaut in Next.js, Nuxt oder Vue Storefront. Code-First, maximale Flexibilität, eigenes Hosting, eigenes Performance-Tuning.
Custom Build ist das Werkzeug für Engineering-Teams, die maximale Code-Kontrolle wollen und ein dediziertes Frontend-Team mitbringen.
Laioutr ist eine Frontend Management Platform, eine vollständige Plattform mit visuellem Page Builder (Studio), 70+ vorgefertigten E-Commerce-Komponenten inklusive B2B-Bausteinen, Themes, App-Integrationen und EU-Hosting.
Laioutr ist ein Werkzeug für Cross-funktionale Teams, in denen Marketing, Design und Engineering gemeinsam an der Storefront arbeiten.
Custom Build setzt Next.js- oder Nuxt-Kenntnisse plus OXID-API-Verständnis voraus. Marketing-Teams sind außen vor, jede Page-Änderung ist ein Code-Commit. Laioutr richtet sich an Marketing- und Design-Teams genauso wie an Engineering, mit visuellem Builder für nicht-technische Nutzer.
Custom Build liefert keine fertige Komponenten-Bibliothek, B2B-spezifische UIs (Permission-Sets, Account-Selection-Flows, kundenspezifische Sortimente) müssen selbst gebaut werden. Laioutr liefert diese als Standard-Komponenten.
Beide nutzen das OXID GraphQL StoreFront-Modul, hier ist der Architektur-Punkt identisch. Der Unterschied liegt darin, wie die API-Antworten ins Frontend gerendert werden.
Custom Build braucht 6 bis 9 Monate Build-Phase plus Performance-Tuning. Laioutr ist in 6 bis 12 Wochen live, mit Themes und Komponenten.
Custom Build kann Lighthouse 100 erreichen, aber nur mit dediziertem Performance-Engineering. BFSG und WCAG 3.0 sind Eigenverantwortung. Laioutr-Komponenten sind out of the box compliant.
Custom Build ist in der Software kostenfrei (das GraphQL StoreFront-Modul ist Teil von OXID), aber das Engineering-Investment ist erheblich (sechs- bis neunmonatige Build-Phase plus dauerhafte Wartung mit zwei bis drei Engineers). Laioutr ist SaaS, Hosting und Komponenten enthalten. TCO-Rechnung: typischerweise 30 bis 50 Prozent unter Custom Build über 5 Jahre. Den vollständigen Vergleich finden Sie in der Vergleichstabelle auf der Hub-Seite.
Klassischer Anwendungsfall: ein Industriegüter-Hersteller mit komplexem Konfigurator und dediziertem Frontend-Team.
Klassischer Anwendungsfall: ein DACH-Mittelstand-B2B-Brand auf OXID, der modernisieren will, ohne ein Frontend-Engineering-Team aufzubauen.
Wir sehen den Wechsel typischerweise in zwei Konstellationen:
Erstens: wenn das Frontend-Team, das den Custom Build aufgesetzt hat, ausgedünnt wird oder das Unternehmen verlässt. Wartung wird teuer, Updates stagnieren, Stillstand droht.
Zweitens: wenn Marketing strategisch unabhängiger werden soll. Mit Custom Build ist jede Marketing-Page ein Engineering-Sprint, mit einer FMP eine Konfiguration.
Die Custom-Build-vs.-Laioutr-Frage ist eine Strategie-Frage. Wer ein reifes Frontend-Engineering-Team und Pixel-Level-Anforderungen hat, soll Custom Build nehmen. Wer Marketing-Velocity, B2B-Komponenten und planbare TCO will, fährt mit einer FMP planbarer und günstiger.
Wenn Sie unsicher sind, machen wir den Vergleich live an Ihrem OXID-Setup, inklusive 5-Jahres-TCO-Rechnung.