Related Products

Was sind Related Products?

Related Products bezeichnet Produktvorschläge, die neben dem gerade betrachteten Artikel ausgespielt werden. Der Block erscheint meist auf der Produktdetailseite unterhalb von Beschreibung oder Galerie und taucht häufig erneut im Warenkorb, auf Kategorieseiten und nach dem Kauf auf. Die Auswahl kann redaktionell gepflegt, regelbasiert abgeleitet oder aus Verhaltensdaten berechnet sein und mischt in der Regel ergänzende Artikel, Alternativen derselben Kategorie und Zubehör. In der Praxis dient der Block dem Cross- und Up-Selling, fängt Einstiege über schmale Landingpages auf und hält die Navigation in Bewegung, ohne dass eine neue Suche nötig wird.

Definition

Related Products beschreibt jedes Modul, das ein Produkt auf eine Menge benachbarter Produkte abbildet. Manuelle Relationen werden im Katalog oder im PIM gepflegt und geben redaktionelle Kontrolle. Regelbasierte Relationen leiten sich aus gemeinsamen Attributen wie Kategorie, Marke, Farbe oder Preisband ab. Verhaltensbasierte Relationen entstehen aus Co-View- und Co-Purchase-Daten über viele Sitzungen. Die Ansätze unterscheiden sich im Kaltstart: manuelle und regelbasierte Listen funktionieren auch für neue Artikel, verhaltensbasierte Listen brauchen zuerst Traffic. Typische Fallstricke sind nicht verfügbare Varianten in der Liste, die Wiederholung des bereits gezeigten Artikels und Zubehör, das als passend dargestellt wird, obwohl es nicht passt.

Warum es zählt

In einer entkoppelten Storefront ist die Relationsmenge kein Bestandteil des Seitentemplates, sondern eine eigene Datenquelle. Das Frontend fragt Empfehlungen über eine dedizierte API ab, je nach Setup aus dem Commerce-Backend, dem PIM oder einem spezialisierten Recommendation-Service, und reichert die Antwort mit Katalogdaten zu Preis, Verfügbarkeit und Medien an. Da der Block personalisiert oder häufig neu berechnet wird, bleibt er oft außerhalb der statisch gecachten Seite und wird am Edge oder im Client nachgeladen, sodass die Produktseite selbst lange Cache-Zeiten behält. Antwortzeit-Budgets, Fallback-Listen und ein definiertes Verhalten bei Ausfall des Dienstes gehören in den Komponentenvertrag.

Anwendungsfälle

Hauptplatzierung ist die Produktdetailseite, wo ein Block unterhalb des sichtbaren Bereichs Besucher auffängt, die auf dem aktuellen Artikel nicht konvertieren. Eine kompakte Variante im Warenkorb oder im Cart-Drawer schlägt Zubehör zur bereits gewählten Ware vor. Kategorie- und Suchergebnisseiten nutzen denselben Mechanismus, um dünne Trefferlisten aufzufüllen. Nach dem Kauf greifen Bestätigungsseite und Transaktionsmail auf dieselben Relationen für Folgeangebote zu. Die Messung trennt üblicherweise die Klickrate auf den Block von zugeordnetem Umsatz und vergleicht die Warenkorbzusammensetzung mit und ohne Modul, denn ein sichtbarer Block bedeutet nicht automatisch zusätzlichen Bestellwert.

Verwandt

Mehr dazu: Recommendation Engine · AOV (Average Order Value).

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