AI Page Generation
Was ist AI Page Generation?
AI Page Generation bezeichnet das Erzeugen einer vollständigen Seite, meist einer Landingpage oder Kampagnenseite, aus einem kurzen Briefing statt durch manuelles Zusammensetzen im Page Builder. Das Briefing benennt Zielgruppe, Angebot, Tonalität und Ziel. Das System wählt daraufhin eine Struktur, schreibt Überschriften, Fließtext und Handlungsaufforderungen und greift für Bilder auf vorhandene Assets zurück. Ergebnis ist ein Entwurf, den die Redaktion prüft und anpasst. Im Commerce zielt die Technik auf Seiten mit kurzer Lebensdauer: Saisonangebote, Produkteinführungen, regionale Varianten und Zielseiten für bezahlten Traffic.
Definition
Zwei Stufen sind zu unterscheiden. Reine Textgenerierung füllt lediglich eine vorhandene Vorlage mit Inhalten. Strukturelle Generierung entscheidet zusätzlich, welche Sektionen in welcher Reihenfolge erscheinen, weshalb die Ausgabe auf die tatsächlich vorhandenen Komponenten des Designsystems begrenzt werden muss. So gebaute Systeme erzeugen ein validiertes Seitenmodell statt freies HTML, was Layout, Barrierefreiheitssemantik und Design-Tokens schützt. Die Grenzen folgen aus der Methode: Generierte Seiten tendieren zu austauschbarer Struktur, dünne Inhalte ranken schlecht, Aussagen zu Preis, Verfügbarkeit oder Zertifizierung gehören gegen die Quellsysteme geprüft, und Barrierefreiheit bleibt eine Eigenschaft der Komponenten und nicht des Prompts.
Warum es zählt
In einem Composable-Stack ist die Seitengenerierung ein Redaktionsassistent auf der Content-API und kein Laufzeitfeature. Der Generator liest das Komponentenschema, erzeugt einen Baum aus Sektionen und Blöcken samt Feldwerten und schreibt ihn als unveröffentlichten Entwurf ins CMS. Die Validierung gegen dieses Schema schlägt sichtbar fehl, sobald ein Block ein Feld erhält, das er nicht deklariert. Die Veröffentlichung löst den üblichen Build oder die übliche Cache-Invalidierung aus, sodass eine generierte Seite genau wie eine handgebaute ausgeliefert wird, mit gleichem Routing, gleichem Edge-Caching und gleicher Messung. Auch die Versionierung greift, ein Rücksprung auf den vorherigen Entwurf bleibt damit einfach.
Anwendungsfälle
Kampagnen-Landingpages sind der Regelfall: ein Angebot, mehrere Zielgruppen- oder Marktvarianten, jede mit eigener Überschrift und eigenem Belegabschnitt. Kategorie- und Markenseiten lassen sich aus Katalogdaten vorstrukturieren und anschließend redaktionell schärfen. Saisonseiten, die jedes Jahr wiederkehren, entstehen aus der Vorjahresfassung plus neuem Briefing. Testvarianten werden billig in der Herstellung, was Experimentierprogrammen entgegenkommt, die mehrere Layouts statt eines einzigen benötigen. Für Märkte mit kleinen Teams liefert die Generierung je Sprachraum einen ersten Entwurf zur Korrektur durch eine muttersprachliche Redaktion, statt einer übersetzten Seite, die das lokale Sortiment ignoriert.
Verwandt
Mehr dazu: Landing Page · Dynamic Content.